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Diktatur verstehen.
Demokratie leben.

ÖFFNUNGSZEITEN ANDREASSTRAßE

Dienstag, Donnerstag | 12–20 Uhr
Mittwoch, Freitag, Samstag,
Sonn- und Feiertage | 10–18 Uhr

Andreasstraße 37a
99084 Erfurt
T +49 (0)361 219212 – 0
service@stiftung-ettersberg.de

Öffentliche Führung
Samstag, Sonntag 14 Uhr
im Eintritt inbegriffen | ohne Voranmeldung

 

Symposium

6./7. November 2026

Wir möchten Diktaturen in Europa besser verstehen und aus ihnen lernen. Unsere Erkenntnisse teilen wir mit allen, die wie wir wissen wollen, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt. Und mit jenen, die wie wir eine demokratische Zukunft mitgestalten wollen.

Mehr über unsere Stiftung erfahren Sie hier.

Aktuelles aus der Stiftung
Allgemein GERHARD LAUE, ein Erfurter Weltbürger Wir erinnern an Gerhard Laue
drei Menschen sitzen vor einer Wand, auf der ein Mann zusehen ist, darüber ist ein Fenster aus Glasbausteinen
Projekte/Neuerscheinungen Neues Verbundprojekt gestartet, gefördert von der VW-Stiftung Erinnerungskultur als demokratische Aufgabe: Verbundprojekt setzt auf nachhaltigen Dialog über ostdeutsche Transformationserfahrungen
das ehemalige Haftgebäude und der Kubus der Friedlichen Revolution aus einer Komplettperspektive von oben
Allgemein Stille Stunde in der Gedenkstätte am Dienstag, den 3. November 2026 von 17 bis 20 Uhr
Eine Installation, im Vorderdrund sind gefüllte flache Glasvitrinen zu sehen, die auf dem Bodem liegen. Dahinter hängt ein roter Teppich herunter, er liegt zum Teil auf den Vitrinen.
Sonderausstellung fragile. Die Häutung der Schlange vom 11.9.26 bis zum 31.1.27 zu sehen
ein Haus im Park
Veranstaltung Demokratische Erhebungen und ihre Denkmäler: Ein globaler Blick auf die Zeit seit den 1970er Jahren Anmeldungen zum 23. Internationalen Symposium möglich
Ein Tisch mit einem Modell des Gebäudes der Gedenk- und Bildungsstätte. Ebenfalls auf dem Tisch zu sehen sind Zeichnungen und Texte.
Projekte/Neuerscheinungen Andreasstraße taktil Angebote für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen
Diktatur verstehen

»Die ›Andreasstraße‹ als historischer Ort verkörpert beides: Repression und Diktatur, aber auch Befreiung, Aufbruch und gelebte Demokratie. Gerade diese wechselvolle Geschichte von Diktatur und Demokratie beschäftigt uns in der Stiftung Ettersberg. Diktaturen können überwunden werden. Einerseits. Andererseits können demokratische Ordnungen in autoritäre Regime kippen. Gerade ist die Demokratie in Deutschland und in ganz Europa gefährdet. Daher ist es für uns wichtig zu fragen, warum Demokratien in der Vergangenheit gescheitert sind und was sie am Leben erhält. Das Nachdenken und den Austausch darüber in die Gesellschaft zu tragen, in die Städte und auf das Land, ist unsere Aufgabe.«

Franka Maubach ist Professorin für Europäischen Diktaturenvergleich an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und seit 1. April 2026 Vorstandsvorsitzende der Stiftung Ettersberg. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte sie sich vor allem mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der DDR-Diktatur und der Transformationszeit. Die Forschung mit lebensgeschichtlichen Interviews, die ›Oral History‹, spielt dabei eine zentrale Rolle. In den letzten Jahren setzte sie sich intensiv mit der Zeitgeschichte der radikalen Rechten auseinander. Sie bezeichnet diesen Teil ihrer Arbeit als »Demokratieherausforderungsgeschichte«.
ein Mann lächelt in die Kamera, hinter ihm ist die Spiegelung des Kubus zu erkennen
Demokratie leben

»Mich faszinieren unangepasste Menschen, die sich in Zeiten der Diktatur nicht unterkriegen lassen. Deren Lebensgeschichten so zu erzählen, dass wir daraus heute, in der Demokratie, Zuversicht schöpfen können, ist unser Anspruch. Wir arbeiten in der Gedenkstätte Andreasstraße viel mit Mitteln der Popkultur – in unseren Ausstellungen, aber auch in Workshops und Seminaren. Mit Comics, Stop-Motion-Filmen, Podcasts und Songs wollen wir gerade junge Menschen für zeitgeschichtliche politische Themen begeistern.«

Dr. Jochen Voit ist Historiker, Autor und Comic-Szenarist. Der gelernte Buchhändler war Redakteur bei zeitzeugen-portal.de. Seit 2012 ist er Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt und gibt Seminare in Public History an der Universität Erfurt. Aus seiner Leidenschaft für unangepasste Biografien sind diverse Veröffentlichungen hervorgegangen, etwa die Graphic Novel ›NIEDER MIT HITLER! oder Warum Karl kein Radfahrer sein wollte‹.
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